Breakfast Talk: Bist du schon du selbst?

Was mache ich hier eigentlich? Will ich das denn wirklich? Was will ich denn überhaupt? – Sicher hast auch du dir diese Fragen schon gestellt und ich kann dir versichern: Ich auch! Und zwar nicht nur einmal. Manchmal stehen wir vor bestimmten Entscheidungen und wissen einfach nicht weiter. Oder wir „wachen“ in einer Situation „auf“ und fragen uns plötzlich, ob wir gerade überhaupt den richtigen Weg gehen. Ob wir das machen, was wir wirklich wollen und ob wir die Person sind, die wir wirklich sein wollen. Manchmal handeln wir und merken erst später, dass das eigentlich gar nicht zu uns gepasst hat. Es gibt aber auch die anderen Momente. Die in denen wir zu hundert Prozent sicher sind. Die in denen wir spüren, dass wir gerade unsere wahre Persönlichkeit vollkommen ausleben. Die in denen wir einfach wir selbst sind. Wie schön sind bitte diese Momente?! Heute möchte ich dich an meinen Gedanken teilhaben lassen und dich dazu animieren, wieder mehr du selbst zu sein.

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Wie ihr wisst: Immer wenn in mir ein Gedankenkarussel zu einem bestimmten Thema losgeht, gab es höchstwahrscheinlich einen Aufhänger dafür. Dieses Mal war es ein Event im Café Lotti, bei dem die liebe Vroni von A BIT OF COLOR einen Vortrag gehalten hat. Und weil dieser mich so zum Nachdenken gebracht hat, möchte ich ein paar Erkenntnisse daraus mit dir teilen!

Kannst du dich an eine Zeit in deinem Leben erinnern, als du vollkommen und zu hundert Prozent du selbst warst? Diese Frage hat uns Vroni gleich am Anfang gestellt. Und mir kam die Antwort sofort in den Kopf geschossen: Na klar – als Kind! Ich weiß noch, wie ich, als ich ungefähr 20 Jahre alt war, mein ehemaliges Aupair Mädchen wieder traf und sie zu mir sagte: „Du wusstest als Kind echt ganz genau was du wolltest!“ In dem Moment hatte ich mir gedacht: Und warum weiss ich das jetzt nicht mehr? Mittlerweile habe ich diese Eigenschaft wieder ziemlich gut zu der meinen gemacht. Aber wenn wir uns mal zurückerinnern: Wussten wir als Kinder nicht alle ganz genau was wir wollten? Es fiel uns überhaupt nicht schwer, sofort unser Lieblingsgericht, unsere Lieblingsband, unser Hobby oder unseren Traumberuf zu nennen. Ich wette mit dir, dass du jetzt mindestens eine dieser Fragen nicht mehr beantworten könntest – jedenfalls nicht sofort, ohne nachzudenken. Probier es doch mal aus ;)

Wir wussten also genau, wer wir waren, was uns ausmachte, was wir mochten, was wir nicht mochten, was wir liebten. Wir wussten, was unsere Träume und Ziele waren und wir glaubten ganz fest daran, dass sie sich erfüllen würden. Warum haben wir diese Eigenschaft so sehr verloren? Warum fällt es uns heute so schwer, Entscheidungen zu treffen, Wünsche zu formulieren, Träume zu haben?

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Der größte Unterschied zu unserer Kindheit: Damals gab es kein Wenn und Aber! Wir haben uns keine Gedanken darüber gemacht, ob Superstar ein anzustrebender Beruf ist oder ob ein Einhorn ein realistischer Weihnachtswunsch ist. Heute kümmert es uns, was andere von unseren Entscheidungen halten könnten. Wir trauen uns nicht, große Wünsche zu formulieren, weil wir denken, dass sie sowieso nicht in Erfüllung gehen oder wir zu viel verlangen würden. Wir scheuen uns davor, unseren eigenen Weg zu gehen, weil er nicht dem entspricht, was von unserer Umgebung erwartet wird. Aber wenn man mal ehrlich darüber nachdenkt: Was für ein Schwachsinn, oder?!

Ich sage nicht, dass es immer leicht ist. Aber wir können es wieder lernen! Und es ist das allerbeste, das wir tun können. Als ich mich selbstständig gemacht habe, musste ich auch durch die Sorgen und gut gemeinten Ratschläge von anderen, ich musste mit meiner eigenen Angst kämpfen und mit meinen Zweifeln, ob ich nicht ein bisschen zu viel verlangen würde, einen Job zu wählen, der zu hundert Prozent meiner Leidenschaft entspricht. Aber ich habe es getan und bereue es keine Sekunde. Wie glücklich könnten wir sein, wenn wir jede einzelne Entscheidung aus unserem eigenen Bauch heraus treffen würden? Wenn wir uns nie wieder verstellen müssten und uns in jeder Situation wohlfühlen würden?

Lasst uns doch wieder wollen! Lasst uns träumen, lasst uns wieder groß denken und endlose Wunschzettel schreiben. Oder wie es Vroni sagen würde: Lasst uns wieder zu der Person werden, die wir schon immer waren!

Titelfoto: Lichterstaub Fotografie

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Comments

  1. Liebe Lea,
    über das Thema „Lettering“ bin ich auf deinen Blog gestoßen. Aber ich bin nicht nur auf deinen Blog gestoßen, sondern ich bin auch darin hängen geblieben. Mir gefällt wirklich gut, was du zum Thema Lettering schreibst, aber wirklich gepackt haben mich deine Kolumnen, besonders zum Thema „Bist du schon du selbst?“. Ich habe für vor kurzem das Lettering (wieder) für mich entdeckt, und es hat sich angefühlt, als wäre ich wieder ich selber. Als Kind und auch später, als noch Zeit dafür war, habe ich immer vor mich hin gemalt, geschrieben und gekritzelt, am liebsten mit Worten. Und auf einmal ist das in und hat sogar einen Namen:-) Du hast mit deinem Beitrag einen Nerv bei mir getroffen, und ich weiß jetzt, dass ich unbedingt weitermachen muss. Schließlich will ich endlich wieder ich selber bleiben!
    Liebe Grüße nach München:-)

    • Liebe Dorothea,
      was für wunderbare Worte! Ich freue mich riesig, dass du auf meinen Blog gestoßen bist und dieser Beitrag so gut passt! Du hast es wunderschön formuliert und genau so ist es: Mach unbedingt weiter, bestimmt ist das genau der richtige Schlüssel für dich, du selbst zu sein!
      Alles alles Liebe
      Deine Lea

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