Heute wird es endlich angepackt – das Projekt Handlettering! Ich glaube es ist für keinen von euch mehr ein Geheimnis, dass mich die Handlettering-Sucht gepackt hat. Die Ergebnisse davon habe ich euch ja schon öfter gezeigt (für alle, die neugierig sind, auf Instagram findet ihr alle unter dem Hashtag #rosyandgreylettering). Da ich immer wieder Kommentare von euch erhalte, dass ihr so gerne auch Handlettering ausprobieren würdet, aber euch noch nicht ganz rantraut, habe ich mir gedacht, das kann doch so nicht weitergehen ;-) Denn wirklich JEDER kann das mit ein bisschen Übung! Ich habe euch also schon länger versprochen, dass ich euch mal ein paar Tipps für Handlettering gebe. Und endlich ist es soweit! Heute gibt es den ersten Beitrag mit Handlettering Basics und ich erzähle euch, wie man richtig startet. Wenn euch das Thema Handlettering interessiert und ihr gerne mehr Tipps haben möchtet, gibt es dann in nächster Zeit immer wieder ein paar Tipps & Tricks rund um Handlettering von mir für euch.

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Los geht’s also erstmal mit ein paar Begriffen rund ums Handlettering, damit ihr erstmal einen kleinen Überblick bekommt, was es eigentlich alles gibt.

1. Handlettering Tipps: Begriffe rund um Handlettering

Handlettering

Handlettering ist der Überbegriff für alle Lettering-Arten und bezeichnet die Kunst des Buchstaben Zeichnens. Hier geht es darum, Buchstaben schön und kunstvoll darzustellen. Meine Definition dafür: Die Liebe zu Buchstaben ;-)

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Brush Lettering

Beim Brush Lettering geht es darum, mit einem Pinsel oder einem Pinselstift (Brushpen) möglichst gleichmäßige Buchstaben hinzubekommen. Die Schrift zeichnet sich hier dadurch aus, dass die Aufwärtsstriche dünn und die Abwärtsstriche dick sind. Das bekommt man durch einen möglichst geringen Druck auf dem Pinsel beim Aufwärtsstrich und einem festen Druck beim Abwärtsstrich hin.

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Faux Calligraphy

Eine gute Alternative oder Vorübung für Brush Lettering ist die Faux Calligraphy Methode: Diese kann man mit einem einfachen Fineliner gut hinbekommen, indem man die Buchstaben erst vorschreibt, und dann die Abwärtsstriche durch Verdoppeln und Ausmalen breiter macht.

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Handlettering Sprüche gestalten

Insgesamt geht es beim Handlettering darum, verschiedene Stile zu kombinieren und diese mit Dekoelementen wie Pfeilen, Strichen oder Bannern zu vervollständigen.

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So viel schonmal zu den verschiedenen Methoden, die es rund ums Lettering gibt. In den folgenden Beiträgen werden wir uns die unterschiedlichen Arten von Lettering (also Brush Lettering, Faux Calligraphy und Handlettering) zusammen genau anschauen und erlernen!

2. Handlettering Tipps: Material

Was das Material angeht, benötigt ihr am Anfang meiner Meinung nach wirklich kaum etwas. Das richtige Papier, ein Bleistift, ein Radiergummi, ein Lineal, ein schwarzer Fineliner und ein guter Brushpen tun es zu Beginn sehr gut! Natürlich kann man das Material dann je nachdem erweitern, aber am Anfang musst du nicht unnötig viel Geld in Stifte investieren, wenn du Handlettering erst einmal ausprobieren möchtest! Als Fineliner empfehle ich dir den Multiliner von Copic oder den Pigment Liner von Staedtler in einer Strichstärke von 0,2 bis 0,5 mm. Als Brushpen empfehle ich dir als Anfänger den ABT Dual Brush Pen von Tombow oder den Edding 1340 Brushpen. Beide sind nicht ganz billig, aber die Investition lohnt sich auf alle Fälle, denn sie halten länger als billigere Varianten! Übrigens: Hier kannst du dir meinen kostenlosen Brush Pen Guide herunterladen. Beim Papier ist es ganz wichtig, dass du darauf achtest, dass du gestrichenes Papier nutzt: Hier empfehle ich dir zum Beispiel das Color Copy Papier (90g).

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3. Handlettering Tipps: die absoluten Basics

Bevor es das nächste Mal mit den ganzen Lettering-Methoden losgeht, möchte ich euch erstmal ein paar absolute Basics zeigen, an denen ihr euch schonmal als Vorübung versuchen könnt! Wenn man mit Handlettering anfängt, ist es erstmal besonders wichtig, ein Gefühl für den Stift und das Schöne Schreiben zu bekommen. Und da hilft nur eines: AUSPROBIEREN. Einfach mal einen Block und einen Stift zur Hand nehmen (das kann am Anfang ruhig auch ein Stabilo oder Bleistift sein). Hier sind mal drei Schriftarten, die ganz easy sind, und die ihr als erstes mal „beherrschen“ solltet:

Druckschrift

Schön, weil jetzt wisst ihr alle schon, was das ist und ich muss euch keine Begrifferklärung dafür liefern ;-) Am besten ihr malt euch erstmal mit Lineal und Bleistift ein paar Hilfslinien auf den Block oder euer Blatt Papier. Eine dicke Ober- und Unterlinie, und eine Linie in der Mitte, die von oben und unten den gleichen Abstand hat. So habt ihr für den Anfang ein bisschen Orientierung, um die Buchstaben gleichmäßig hinzubekommen. Bei der Druckschrift könnt ihr auch schon ein bisschen variieren: Mal nur Großbuchstaben, mal nur klein, mal gemischt. Auch mit der Breite und dem Abstand der Buchstaben könnt ihr rumexperimentieren.

Serif-Schrift

Serif-Schriften zeichen sich durch kleine Striche an den Enden der Buchstaben aus. Damit könnt ihr der Druckschrift nochmal ein kleines Extra verleihen :-) Auch hier gilt natürlich: Mit Abständen, Breiten, Größen kann zu Belieben variiert werden.

Schreibschrift

Jaja, die Schreibschrift! Die kennen wir ja alle noch zu gut von der Schule :-) Hier ist jetzt ein bisschen Muße gefragt, denn sie ist natürlich das Herzstück wenn es dann um Brush Lettering, Faux Calligraphy und Handlettering geht. Hier solltet ihr einfach mal ein bisschen mit Geduld herumprobieren, wie sich die Buchstaben am schönsten aneinanderfügen. Jeder hat dabei natürlich seinen eigenen Stil und das ist ganz wichtig. Ich variiere zum Beispiel gerne zwischen ganz gleichmäßiger Schreibschrift und einer etwas „wilderer“ und unsortierteren Variante. So ein gewollter „schlampiger“ Stil kann nämlich auch super aussehen!

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Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Grundlagen Tipps für den Anfang liefern und ihr habt Lust bekommen, euch selbst ans Werk zu machen und mit dem Üben anzufangen.

Du willst Handlettering lernen – und zwar ein für alle Mal so richtig? Dann melde dich zu meinem Handlettering Online Kurs an!