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Aquarell Anhänger gestalten

Wusstest du, dass du mit Brush Pens und ein paar Utensilien ganz einfach Aquarell-Hintergründe gestalten kannst? Ich liebe diese Technik, weil das Ergebnis nach einem wahren Kunstwerk aussieht, der Vorgang dahinter aber super simpel ist! Deshalb habe ich die Technik auch in mein neues Buch Handlettering mit dem Brush Pen mit aufgenommen, das im April im EMF Verlag erschienen ist. Anlässlich des anstehenden Muttertags habe ich kürzlich in einem Livestream auf Instagram gezeigt, wie die Technik funktioniert und wie ihr sie auf Geschenkanhänger für eure Mamis anwenden könnt! Die Step by Step Anleitung und das ganze Video gibt es heute extra nochmal für euch hier zu sehen!

Aquarell Anhänger gestalten Aquarell Hintergrund

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Handlettering Rahmen gestalten: 3 easy Ideen

*Werbung (in Kooperation mit PILOT)

Egal ob für eine selbst gestaltete Karte, für einen Geschenkanhänger oder fürs Bullet Journal: Handlettering Rahmen sehen nicht nur super cool aus, sondern sind auch noch ganz einfach zu gestalten. Auch wenn du Lettering Anfänger bist, kannst du mit den ersten Tricks wunderschöne Rahmen für deine eigenen Werke zaubern. Heute gebe ich dir drei easy Ideen für Handlettering Rahmen mit Step-by-Step Anleitung zum Nachmachen!

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

À propos Anfänger: Vielleicht kennst du diese Angst vor dem weißen Blatt, die man am Anfang oft hat? Du weißt zwar, was du gestalten möchtest, traust dich aber einfach nicht anzufangen, weil du deine weiße Fläche nicht gleich „vermasseln“ willst. Selbst ich kenne dieses Gefühl und es holt mich ab und zu ein. Aus diesem Grund liebe ich schon lange die FriXion Stifte von PILOT, die man ganz einfach wegradieren kann! Jap, richtig gehört – WEG radieren ;) Neu in der FriXion Family sind jetzt die FriXion Fineliner* – mit denen ich die heutigen Lettering Rahmen umgesetzt habe. Was mir an ihnen (neben dem Wegradier-Faktor) besonders gut gefällt, ist ihre feine Spitze, mit der man ganz filigrane Illustrationen und Schriftzüge gestalten kann.

1. Handlettering Rahmen: Blätter-Variante

Das brauchst du:

  • Lineal
  • Bleistift
  • Radiergummi
  • Fineliner in Hell- und Dunkelblau (hier: FriXion Fineliner)
  • Fineliner in Schwarz (hier: FriXion Fineliner)

So geht’s:

  1. Mit dem Bleistift und dem Lineal zwei parallele und gleich lange Linien vorzeichnen (ca. 8 cm breit).
Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

2. Mit den blauen Finelinern oberhalb und unterhalb der vorgezeichneten Bleistiftlinien Blätter und Zweige malen.

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

3. Die vorgezeichneten Bleistiftlinien wegradieren. Mit dem schwarzen Fineliner das Wort (oder Spruch) deiner Wahl in die Mitte lettern.

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger
Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

2. Handlettering Rahmen: Pink Floral

Das brauchst du:

  • Lineal
  • Bleistift
  • Radiergummi
  • Fineliner in Pink und Lila (hier: FriXion Fineliner)

So geht’s:

1. Mit Bleistift und Lineal einen rechteckigen Rahmen vorzeichnen.

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

2. Mit dem pinken Fineliner an der oberen und unteren Rahmenlinie große Blätter platzieren. Mit dem Lila Fineliner die linke und rechte Ramenlinie mit kleinen Zacken verzieren.

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger
Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

3. Handlettering Rahmen: Wild Jungle

Das brauchst du:

  • Bleistift
  • Radiergummi
  • Lineal
  • Fineliner in Grün, Hell- und Dunkelblau (hier: FriXion Fineliner)
  • Fineliner in Schwarz (hier: FriXion Fineliner)

So geht’s:

1. Mit dem Bleistift zwei sich in der Mitte kreuzende Linien vorzeichnen. Die Enden verbinden, sodass es eine Raute ergibt. Die äußeren Rahmenlinien verdoppeln.

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

2. Mit den Finelinern in Grün, Hell- und Dunkelblau an zwei Kanten des vorgezeichneten äußeren Rahmens Zweige und Blätter malen. Dabei darauf achten, dass die vorgezeichneten Rahmenlinien nach innen nicht überschritten werden. (Ich habe für den Palmenzweig reines Grün benutzt, für die Blätter Grün und Hellblau gemischt und für das Monsterablatt Grün und Dunkelblau gemischt).

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

3. Mit dem schwarzen Fineliner und mit Hilfe des Lineals die vorgezeichneten Rahmenlinien nachfahren. Zum Schluss die vorgezeichneten Bleistiftlinien ausradieren.

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

Dieser Handlettering Rahmen eignet sich zum Beispiel wunderbar für deine Monats-Titelseite im Bullet Journal. Dafür einfach mit dem schwarzen Fineliner den Monat in den Rahmen lettern und fertig!

Handlettering Rahmen gestalten für Anfänger

Na, wie gefallen dir die drei Handlettering Rahmen Ideen? Vielleicht hast du ja jetzt Lust bekommen, es selbst auszuprobieren! Wenn ja, freue ich mich wie immer riesig, wenn du dein eigenes Ergebnis mit dem Hashtag #rosyandgreylettering auf Instagram teilst!

Hast du Lust auf mehr bekommen? Hier hatte ich schon drei einfache Ideen für Handlettering Kränze gezeigt – ebenfalls mit Step-by-Step Anleitung!

Mein erstes Buch – Behind the Scenes

So lange habe ich auf diesen Moment hingefiebert, mein erstes eigenes Buch in den Händen zu halten! Seit September letzten Jahres stand es fest, ab da habe ich daran gearbeitet und nach Abgabe aller Dateien hieß es dann: Warten! Ich habe es mir oft vorgestellt, wie es sich wohl anfühlen würde. Aber wie bei so vielem im Leben kam keines meiner „vorgestellten“ Gefühle an das ran, wie es dann tatsächlich war. Heute möchte ich euch ein bisschen hinter die Kulissen der Buch Produktion mitnehmen. Ich verrate euch, wie es überhaupt zu dem Buch kam, in welche Schritte die Produktion geteilt war, was euch im Buch erwartet – und warum es einfach immer hilft, aufs Bauchgefühl zu hören und sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen.

Wie kam es überhaupt zu dem Buch?

Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Es war im August letzten Jahres, ich saß gerade in unserem kleinen Häuschen in Frankreich und arbeitete in Hochtouren an meinem Lettering Online Kurs, der im September online gehen sollte. Da ploppte eine Mail vom EMF Verlag auf, mit dem Betreff „Anfrage Buchprojekt“. Mein Herz blieb erstmal kurz stehen, denn ich kaufe selbst immer wieder gerne Bücher vom EMF Verlag und bin deshalb schon lange ein „Fan“. Nach ein paar Mal hin und her Schreiben, musste ich diese Anfrage jedoch leider absagen, da das Timing sehr knapp war und ich es parallel zum Online Kurs Launch nicht mehr geschafft hätte – zumindest nicht so, dass ich damit zufrieden gewesen wäre ;) Wir verblieben so, dass wir in Kontakt bleiben würden und sich eventuell eine andere Möglichkeit ergeben würde. Tja, die kam auch tatsächlich schon zwei Tage später ins Postfach! Die Idee war diesmal ein Buch zum Thema Handlettering mit dem Brush Pen – mein absolutes Lieblingsthema und Spezialgebiet. Timing passte auch. Besser hätte es nicht kommen können. Das war der Startpunkt für mein erstes Buch, Handlettering mit dem Brush Pen*! Also auch wieder ein Beweis dafür: Wenn etwas nicht klappt hat es wohl seinen Grund und es passiert dann etwas viel besseres.

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Vom ersten Entwurf zum fertigen Buch – Step by Step

Als alle Rahmenbedingungen geklärt und der Vertrag unterschrieben waren, ging es dann im September an das Buch Konzept und die Ideensammlung. Hier hatte ich von Seiten des Verlags große Freiheit, gemeinsam besprochen hatten wir zu Beginn nur die Aufteilung in Basics, Alphabete, Effekte und Projekte. Also erstellte ich in den kommenden Wochen einen ersten groben Aufbauplan für das Buch mit allen wichtigen Bestandteilen (basierend auf meiner Erfahrung aus den Workshops und dem Austausch mit euch). Im Anschluss besprach ich alles mit meiner Ansprechpartnerin im Verlag und daraus entstand dann im Oktober ein Seitenplan, der ab diesem Moment als Fahrplan für die Produktion in den nächsten Wochen und Monaten diente.

Im November drehte sich alles um die Covergestaltung (denn dieses brauchten wir bereits vorab für den Katalog mit allen Neuerscheinungen). Den Schriftzug dafür habe ich selbst gestaltet und natürlich mit meiner Ansprechpartnerin Farben und Details des Covers besprochen. Das Layout und die finale Gestaltung übernahm der Verlag, in Absprache mit mir, und ich war am Ende (und bin immernoch) total happy mit dem Ergebnis. Außerdem begann ich im November mit dem Schreiben der ersten Kapitel rund um Material und Basics. Zum Glück liebe ich Schreiben schon immer und es geht mir sehr leicht von der Hand, sodass ich nach ein paar Tagen bereits die ersten Seiten an den Verlag schicken konnte. Parallel dazu erstellte ich auch alle Vorlagen, Beispiele und Alphabete mit dem Brush Pen. Hier habe ich wirlich alles ganz analog mit Stift und Papier erstellt und es wurde dann nachträglich vom Verlag digitalisiert.

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Im Dezember ging es dann an den zweiten großen Teil, nämlich die Projekte. Hier war der erste Schritt, einen guten und organisierten Plan aufzustellen. Welche Projekte möchte ich nun final umsetzen? Was brauche ich dafür? Wie viele Buchseiten werden die jeweiligen Projekte in Anspruch nehmen? Wie möchte ich sie fotografieren und darstellen? Da half nur noch eine ausgeklügelte Excel Tabelle ;) Diese habe ich dann auch wieder mit meiner Ansprechpartnerin im Verlag besprochen, bevor ich mich an den Einkauf aller Materialien machte. In den nächsten zwei Wochen ging es dann dann an die Umsetzung der Projekte inklusive der Step-Bilder, die ich natürlich zwischendurch shooten musste, um alle Schritte festzuhalten.

Im Januar ging es weiter mit dem großen Buch-Shooting. Von Anfang an war mir klar, dass ich mein Buch „perfekt“ haben wollte, also genau so, wie ich es mir vorstellte. Deshalb hatte ich auch gleich mit meiner Lieblingsfotografin und Partnerin in Crime Stephanie Lauer ausgemacht, dass sie die Projekt-Aufmacher und Moodbilder für das Buch shooten würde. Für unseren „großen Tag“ hatte ich im Vorfeld einen ganz genauen Shooting-Plan erstellt (eine Excel Tabelle), in der alles aufgelistet war, was wir an dem Tag shooten wollten. Auch alle Foto-Props und Projekte hatte ich so vorbereitet und gepackt, dass wir direkt loslegen konnten. Wie immer hatten wir einen Riesenspaß und Stephs Fotos wurden genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen
Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen
Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Nach dem Shooting ging es wieder ans Texten für das Projekte-Kapitel mit allen Schritt-für-Schritt Anleitungen. Nachdem alles bereit war (Texte, Vorlagen-Scans und Bilder) schickte ich Mitte Januar alles an den Verlag. Was für ein Gefühl! Dann ging die Buch Produktion erstmal beim EMF Verlag weiter – und zwar mit Layout & Grafik (inklusive Bildbearbeitung).

Der erste Layoutentwurf erreichte mich im Februar. Auch ein besonders aufregender Moment, weil alles plötzlich greifbar wird, wenn man sieht, wie die eigenen Inhalte (Texte und Bilder) in gesetzter Form wirken. Bis März wurde dann das komplette Buch vom Verlag „gesetzt“ und wir waren natürlich immer wieder in Kontakt und sprachen alles ab, sodass ich nach den Korrekturrunden mit der finalen Variante mehr als glücklich war.

Im März ging dann alles in den Druck und ab da hieß es warten, warten, warten. Sicherlich der aufregendste Teil, denn ab da kann man selbst nichts mehr ändern und auch, wenn man das finale PDF schon gesehen hat, ist das einfach nicht das gleiche, wie das gedruckte Buch zu sehen.

Tja, und dann kam es letzte Woche an, das lang ersehnte Paket mit den ersten Exemplaren. Ausgerechnet in der Woche, als ich bei meiner Schwester in Antwerpen Urlaub machte. Nach meiner Rückkehr wurden die Bücher dann gemeinsam mit Tom ausgepackt (vielleicht habt ihr es auf Instagram Live mitbekommen, sonst könnt ihr es hier nachschauen) und das Gefühl war wirklich unbeschreiblich!

Warum es sich lohnt, dem Bauchgefühl zu folgen…

Vielleicht denkst du jetzt: Das klingt echt einfach! Anfrage bekommen, Thema hat gleich gepasst und alles lief wie am Schnürchen. Diese Illustion nehme ich dir gerne ;) Ein eigenes Buch zu schreiben war natürlich schon lange ein Traum von mir (von wem ist es das nicht? ;) und meine erste Anfrage für ein Buch bekam ich bereits ein Jahr zuvor, im Sommer 2017 – von einem anderen Verlag und zu einem anderen Thema. Damals war die erste Euphorie groß: ein eigenes Buch! Wer sagt da schon nein? Leider entpuppte sich das Ganze in den ersten Wochen alles andere als traumhaft. Ich möchte hier nicht die ganze Geschichte dazu erzählen, aber aus diversen Gründen, entschied ich mich damals, die Buch Produktion abzubrechen (obwohl sie schon relativ fortgeschritten war und sogar schon erste Projekte geshootet waren). Das Buch wäre einfach nicht das geworden, was meinen Ansprüchen entspricht. Es war eine schwere Entscheidung und sie war mit viel Enttäuschung verbunden. Ich weiß noch, wie ich kurz nach der Entscheidung in unserem Häuschen in Frankreich saß und noch sehr damit zu kämpfen hatte. Trotzdem habe ich weiterhin an mich geglaubt und positiv in die Zukunft geblickt. Dass genau ein Jahr später, ebenfalls in Frankreich, die Anfrage für DAS perfekte Buch (in meinem Wunschverlag) kam, ist für mich bis heute nicht nur ein kleines, sondern ein großes Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, auf sein Bauchgefühl zu hören. Und ein Zeichen dafür, dass sich immer eine neue (viel bessere) Tür öffnet, wenn sich eine andere schließt. Manchmal dauert es vielleicht ein bisschen länger, aber die neue Tür kommt.

Was dich in meinem Buch erwartet

In meinem Buch Handlettering mit dem Brush Pen* findest du zu Beginn ein paar wichtige Grundlagen (welche Brush Pens eigenen sich für Anfänger und Fortgeschrittene? Welches Papier brauchst du?) und Basic Übungen (Übungen für die richtige Stifthaltung und den Umgang mit dem Brush Pen). Außerdem findest du unterschiedliche Alphabete zur Inspiration (mit Erklärungen dazu, wie du diese selbst umsetzen kannst, inklusive dem beliebten Bounce Lettering ;) sowie Tipps für die Spruchgestaltung. Im nächsten Teil zeige ich dir unterschiedliche Effekte (Schattierungen und Farbverläufe), die du mit Brush Pens umsetzen kannst. Im letzten Teil gibt es noch 11 Projekte mit Schritt-für-Schritt Anleitung, die du selbst ganz einfach mit dem Brush Pen umsetzen kannst. Hier ein kleiner Blick ins Inhaltsverzeichnis:

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Das Buch ist seit dem 16.04. überall im Handel erhältlich! Hier kannst du es unter anderem online bestellen*.

Falls du mein Buch kaufen solltest oder es bereits hast, würde ich mich riesig freuen, wenn du das mit mir teilst – gerne auch deine ersten Ergebnisse oder Projekte, die du damit umsetzt. Tagge mich dafür einfach auf Instagram und nutze den Hashtag #rosyandgreylettering, damit ich alles mitbekomme.

Ich hoffe, dir hat dieser kleine Einblick hinter die Kulissen der Produktion gefallen. Hast du noch Fragen? Schreib sie einfach in die Kommentare :)

*Das ist ein Affiliate-Link. Wenn du mein Buch über diesen Link bestellst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Du zahlst aber den gleichen Preis, wie sonst auch, also für dich kein Unterschied, außer, dass du mich unterstützt :)

3 Gründe, warum du noch nicht richtig letterst

„Das sieht alles so toll aus, ich will das auch können, aber bei mir klappt das sicher nie!“ Diesen Satz habe ich in den letzten Jahren so oft gehört und doch bewegt es mich immer noch jedes einzelne Mal, weil so viel Falsches darin liegt! Da es mein größter Wunsch ist, so viele Menschen wie möglich mit meiner Leidenschaft für Lettering anzustecken, analysiere ich natürlich immer gerne, was viele von euch daran hindert, endlich loszulegen. Heute möchte ich die drei häufigsten Gründe mit dir teilen und dir erklären, warum sie absolut unbegründet sind!

1. Du denkst, du müsstest für Lettering begabt sein

Denkst du manchmal, dass hinter all den schönen Lettering Kunstwerken, die dir im Netz begegnen, einfach talentierte Menschen stehen? Dass dir die Begabung fehlt, du keine schöne Handschrift hast und deswegen Lettering nie lernen wirst? Das ist ein völliges Irrtum! Denn erstens hat Lettering wenig mit Schreiben zu tun und zweitens noch weniger mit Begabung. Wichtig ist beim Lettering, die richtigen Tipps & Tricks zu kennen und an den richtigen Stellen zu „schrauben“. Damit kann JEDER – auch Du – Lettering lernen.

2. Du denkst, es dauert EWIG, bis du es wirklich kannst – und dafür hast du keine Zeit

„Ich habe einfach keine Zeit“ – der Satz, den ich am alleröftesten höre. Dazu kann ich nur sagen: Die Zeit musst du dir nehmen! Wie für alles andere auf der Welt auch, musst du dir für Lettering bewusst Zeit nehmen, denn es wird niemals der Tag kommen, an dem dir jemand einfach so ein paar zusätzliche Stunden zur freien Verfügung schenkt ;) Zu der Befürchtung, es würde ewig dauern, Lettering zu lernen, kann ich dich allerdings beruhigen: Auch hier wieder kommt es nur darauf an, wie du das Thema angehst. Wenn du dir alles selbst erarbeitest und zusammensuchst, die Infos erstmal aus allen möglichen Quellen recherchierst und nach und nach deine ersten Versuche wagst, wird das wahrscheinlich lange dauern. Daran ist auch nichts verkehrt, nur es dauert eben. Wenn du aber von Anfang an „richtig“ startest und zum Beispiel in einen Workshop oder Online Kurs investierst, kannst du dir ordentlich viel Zeit sparen! Und dann liegt es nur noch an dir, das Üben und Kreativsein regelmäßig und in kleinen Häppchen in deinen Alltag zu integrieren. Das wird dir übrigens unglaublich gut tun!

3. Du weißt einfach nicht, WIE du starten sollst

Szenario Nummer drei lautet wie folgt: Du traust dir das Lettern zwar zu und bist auch bereit, ein bisschen Zeit dafür zu investieren, allerdings weißt du einfach nicht, WIE du anfangen sollst. Welche Stifte brauchst du? Was brauchst du nicht? Welche Übungen eignen sich für den Einstieg? Diese Ratlosigkeit kann ich gut nachvollziehen, schließlich kommen gefühlt täglich neue Stifte auf den Markt und die Informationsquellen zum Thema häufen sich – ehrlich gesagt auch die mit falschen oder nicht hilfreichen Inhalten. Diese Hürde beschäftigt mich schon lange und ich möchte sie dir heute nehmen! Aus diesem Grund habe ich meinen kostenlosen Lettering Crashkurs ins Leben gerufen, in dem du lernst, wie du ganz einfach mit Lettering startest. Wenn du dich anmeldest, bekommst du vom 1. bis 5. April jeden Tag eine wichtige Videolektion und eine Checkliste oder Übungsblatt per Mail zugeschickt.

Inhalte vom Lettering Crashkurs sind:

  • die richtige Materialwahl
  • was du überhaupt über Lettering wissen musst, bevor du startest
  • Welches Prinzip hinter Brush Lettering steckt
  • Wie du Brushpen richtig hältst und welche Übungen sich für den Anfang eignen

Willst du jetzt lernen, wie du richtig mit Lettering starten kannst? Dann melde dich unbedingt noch bis diesen Sonntag (31.03.2019) zum Lettering Crashkurs an – denn nächsten Montag geht es schon los!

Im Laufe der Woche stelle ich dir dann übrigens auch meinen Lettering Bootcamp Online Kurs vor, in dem du Lettering ein für alle Mal richtig lernst – von A bis Z! Solltest du dich auch dafür interessieren, trage dich unbedingt schonmal in die Warteliste ein!

Ich freue mich riesig, wenn du Lust hast, deine Reise zum Lettering Künstler mit mir anzutreten! Bis dahin: Hab eine schöne und kreative Restwoche!

Warum wir manchmal stärker sind, als wir denken.

Ich habe es mir ab und zu schon vorgestellt. Weil ich schon lange weiß, dass dieser Moment irgendwann kommen wird. In meinem Kopf war es immer so, dass ich irgendwo stehe, zum Beispiel an der Supermarkt Kasse und plötzlich das Telefon klingelt. Dass ich dann schreie und am Boden zusammenbreche. Ab da habe ich meistens aufgehört daran zu denken und die Vorstellung wieder verdrängt, weil es zu schmerzhaft war. Ich dachte, ich würde es niemals überleben, meinen Papa zu verlieren. Ich dachte, die Welt würde aufhören, sich zu drehen und ich würde für immer in ein schwarzes Loch fallen. Und doch sitze ich nun hier und tippe diese Zeilen.

Es war Sonntag Morgen, als der Anruf meiner Mama kam. Mein Papa ist auf der Intensivstation, unbewusst. Meine Schwester und ich müssen sofort von Wien nach München kommen. Es ist unsicher, ob wir uns überhaupt noch von ihm verabschieden können. Das Gefühl, das sich in dem Moment in mir breitmacht, lässt sich nicht in Worte fassen. Es ist, als würde plötzlich alles komplett in mir zusammenbrechen. Ich krümme mich, halte meinen Bauch, verdrücke das Schreien, weil ich telefonieren und klar denken muss. Auf das Telefonat folgt eine Achterbahn zwischen völliger Verzweiflung, einem unaushaltbaren Schmerz im Herzen, dem Gefühl, ohnmächtig zu werden – und einer Art Schockstarre, in der ich wie fremdgesteuert denke, handle, Entscheidungen treffe. Es ist einerseits wie die schlimmste Folter – andererseits habe ich in diesem Moment das erste Mal das Gefühl, dass ich es überwinden kann. Es ist wie als würde der Körper einen Schutzmechanismus auslösen, damit man überlebt und klar handeln kann. Ich fühle mich zugleich machtlos und als könnte ich alles in der Welt überleben.

Die folgenden ein einhalb Wochen, die wir noch mit ihm haben, sind die härtesten und zugleich die intensivsten und liebegefülltesten Wochen, an die ich mich in meinem Leben erinnern kann. Jeder Tag ist anders und die Gefühle schwanken stark. An manchen Tagen fühlt es sich an, als hätte ich einen unsichtbaren Schutzmantel um mich gelegt. Plötzlich bin ich emotional ganz distanziert von allen Geschehnissen und es kommen mir rationale Gedanken: Jeder macht irgendwann die Erfahrung, ein Elternteil zu verlieren. Es gibt auch ein Leben danach und irgendwann wird alles gut. Ich sehe dann alles wie aus der Entfernung. Und dann plötzlich überkommt mich wieder die volle Ladung an Verzweiflung. Eine unfassbare Leere, wenn ich daran denke, was alles nach seinem Abschied auf uns zukommt. Eine unfassbare Machtlosigkeit dem gegenüber, was passiert. Eine Verzweiflung vor der Ungerechtigkeit und vor dem Unaufhaltbaren.

Und doch: Als es passiert, leben wir weiter.

Jeder wie er kann.

Mit Aufs und Abs.

Aber – es geht weiter.

Heute, mit etwas Abstand, weiß ich, dass es insbesondere drei Dinge sind, die mich durch die letzten sechs Wochen getragen haben – und es auch weiter tun werden. Zum einen ist es Vertrauen. Vertrauen ins Leben. Vertrauen darin, dass alles so wird, wie es sein soll und wie es gut ist. Vertrauen in uns selbst, dass wir alles überwinden können. Zum anderen ist es Liebe. Liebe von allen um uns herum, die uns durch die Zeit hindurch helfen. Die Liebe von dem Menschen, den wir verlieren mussten, denn die Liebe ist das, was für immer bleibt. Zuletzt ist es unsere innere Kraft. Eine Kraft, von der wir nie gedacht hätten, dass wir sie besitzen. Aber die irgendwie da ist und uns trägt.

Foto: Lichterstaub Fotografie

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