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Mein erstes Buch – Behind the Scenes

So lange habe ich auf diesen Moment hingefiebert, mein erstes eigenes Buch in den Händen zu halten! Seit September letzten Jahres stand es fest, ab da habe ich daran gearbeitet und nach Abgabe aller Dateien hieß es dann: Warten! Ich habe es mir oft vorgestellt, wie es sich wohl anfühlen würde. Aber wie bei so vielem im Leben kam keines meiner „vorgestellten“ Gefühle an das ran, wie es dann tatsächlich war. Heute möchte ich euch ein bisschen hinter die Kulissen der Buch Produktion mitnehmen. Ich verrate euch, wie es überhaupt zu dem Buch kam, in welche Schritte die Produktion geteilt war, was euch im Buch erwartet – und warum es einfach immer hilft, aufs Bauchgefühl zu hören und sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen.

Wie kam es überhaupt zu dem Buch?

Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Es war im August letzten Jahres, ich saß gerade in unserem kleinen Häuschen in Frankreich und arbeitete in Hochtouren an meinem Lettering Online Kurs, der im September online gehen sollte. Da ploppte eine Mail vom EMF Verlag auf, mit dem Betreff „Anfrage Buchprojekt“. Mein Herz blieb erstmal kurz stehen, denn ich kaufe selbst immer wieder gerne Bücher vom EMF Verlag und bin deshalb schon lange ein „Fan“. Nach ein paar Mal hin und her Schreiben, musste ich diese Anfrage jedoch leider absagen, da das Timing sehr knapp war und ich es parallel zum Online Kurs Launch nicht mehr geschafft hätte – zumindest nicht so, dass ich damit zufrieden gewesen wäre ;) Wir verblieben so, dass wir in Kontakt bleiben würden und sich eventuell eine andere Möglichkeit ergeben würde. Tja, die kam auch tatsächlich schon zwei Tage später ins Postfach! Die Idee war diesmal ein Buch zum Thema Handlettering mit dem Brush Pen – mein absolutes Lieblingsthema und Spezialgebiet. Timing passte auch. Besser hätte es nicht kommen können. Das war der Startpunkt für mein erstes Buch, Handlettering mit dem Brush Pen*! Also auch wieder ein Beweis dafür: Wenn etwas nicht klappt hat es wohl seinen Grund und es passiert dann etwas viel besseres.

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Vom ersten Entwurf zum fertigen Buch – Step by Step

Als alle Rahmenbedingungen geklärt und der Vertrag unterschrieben waren, ging es dann im September an das Buch Konzept und die Ideensammlung. Hier hatte ich von Seiten des Verlags große Freiheit, gemeinsam besprochen hatten wir zu Beginn nur die Aufteilung in Basics, Alphabete, Effekte und Projekte. Also erstellte ich in den kommenden Wochen einen ersten groben Aufbauplan für das Buch mit allen wichtigen Bestandteilen (basierend auf meiner Erfahrung aus den Workshops und dem Austausch mit euch). Im Anschluss besprach ich alles mit meiner Ansprechpartnerin im Verlag und daraus entstand dann im Oktober ein Seitenplan, der ab diesem Moment als Fahrplan für die Produktion in den nächsten Wochen und Monaten diente.

Im November drehte sich alles um die Covergestaltung (denn dieses brauchten wir bereits vorab für den Katalog mit allen Neuerscheinungen). Den Schriftzug dafür habe ich selbst gestaltet und natürlich mit meiner Ansprechpartnerin Farben und Details des Covers besprochen. Das Layout und die finale Gestaltung übernahm der Verlag, in Absprache mit mir, und ich war am Ende (und bin immernoch) total happy mit dem Ergebnis. Außerdem begann ich im November mit dem Schreiben der ersten Kapitel rund um Material und Basics. Zum Glück liebe ich Schreiben schon immer und es geht mir sehr leicht von der Hand, sodass ich nach ein paar Tagen bereits die ersten Seiten an den Verlag schicken konnte. Parallel dazu erstellte ich auch alle Vorlagen, Beispiele und Alphabete mit dem Brush Pen. Hier habe ich wirlich alles ganz analog mit Stift und Papier erstellt und es wurde dann nachträglich vom Verlag digitalisiert.

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Im Dezember ging es dann an den zweiten großen Teil, nämlich die Projekte. Hier war der erste Schritt, einen guten und organisierten Plan aufzustellen. Welche Projekte möchte ich nun final umsetzen? Was brauche ich dafür? Wie viele Buchseiten werden die jeweiligen Projekte in Anspruch nehmen? Wie möchte ich sie fotografieren und darstellen? Da half nur noch eine ausgeklügelte Excel Tabelle ;) Diese habe ich dann auch wieder mit meiner Ansprechpartnerin im Verlag besprochen, bevor ich mich an den Einkauf aller Materialien machte. In den nächsten zwei Wochen ging es dann dann an die Umsetzung der Projekte inklusive der Step-Bilder, die ich natürlich zwischendurch shooten musste, um alle Schritte festzuhalten.

Im Januar ging es weiter mit dem großen Buch-Shooting. Von Anfang an war mir klar, dass ich mein Buch „perfekt“ haben wollte, also genau so, wie ich es mir vorstellte. Deshalb hatte ich auch gleich mit meiner Lieblingsfotografin und Partnerin in Crime Stephanie Lauer ausgemacht, dass sie die Projekt-Aufmacher und Moodbilder für das Buch shooten würde. Für unseren „großen Tag“ hatte ich im Vorfeld einen ganz genauen Shooting-Plan erstellt (eine Excel Tabelle), in der alles aufgelistet war, was wir an dem Tag shooten wollten. Auch alle Foto-Props und Projekte hatte ich so vorbereitet und gepackt, dass wir direkt loslegen konnten. Wie immer hatten wir einen Riesenspaß und Stephs Fotos wurden genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen
Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen
Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Nach dem Shooting ging es wieder ans Texten für das Projekte-Kapitel mit allen Schritt-für-Schritt Anleitungen. Nachdem alles bereit war (Texte, Vorlagen-Scans und Bilder) schickte ich Mitte Januar alles an den Verlag. Was für ein Gefühl! Dann ging die Buch Produktion erstmal beim EMF Verlag weiter – und zwar mit Layout & Grafik (inklusive Bildbearbeitung).

Der erste Layoutentwurf erreichte mich im Februar. Auch ein besonders aufregender Moment, weil alles plötzlich greifbar wird, wenn man sieht, wie die eigenen Inhalte (Texte und Bilder) in gesetzter Form wirken. Bis März wurde dann das komplette Buch vom Verlag „gesetzt“ und wir waren natürlich immer wieder in Kontakt und sprachen alles ab, sodass ich nach den Korrekturrunden mit der finalen Variante mehr als glücklich war.

Im März ging dann alles in den Druck und ab da hieß es warten, warten, warten. Sicherlich der aufregendste Teil, denn ab da kann man selbst nichts mehr ändern und auch, wenn man das finale PDF schon gesehen hat, ist das einfach nicht das gleiche, wie das gedruckte Buch zu sehen.

Tja, und dann kam es letzte Woche an, das lang ersehnte Paket mit den ersten Exemplaren. Ausgerechnet in der Woche, als ich bei meiner Schwester in Antwerpen Urlaub machte. Nach meiner Rückkehr wurden die Bücher dann gemeinsam mit Tom ausgepackt (vielleicht habt ihr es auf Instagram Live mitbekommen, sonst könnt ihr es hier nachschauen) und das Gefühl war wirklich unbeschreiblich!

Warum es sich lohnt, dem Bauchgefühl zu folgen…

Vielleicht denkst du jetzt: Das klingt echt einfach! Anfrage bekommen, Thema hat gleich gepasst und alles lief wie am Schnürchen. Diese Illustion nehme ich dir gerne ;) Ein eigenes Buch zu schreiben war natürlich schon lange ein Traum von mir (von wem ist es das nicht? ;) und meine erste Anfrage für ein Buch bekam ich bereits ein Jahr zuvor, im Sommer 2017 – von einem anderen Verlag und zu einem anderen Thema. Damals war die erste Euphorie groß: ein eigenes Buch! Wer sagt da schon nein? Leider entpuppte sich das Ganze in den ersten Wochen alles andere als traumhaft. Ich möchte hier nicht die ganze Geschichte dazu erzählen, aber aus diversen Gründen, entschied ich mich damals, die Buch Produktion abzubrechen (obwohl sie schon relativ fortgeschritten war und sogar schon erste Projekte geshootet waren). Das Buch wäre einfach nicht das geworden, was meinen Ansprüchen entspricht. Es war eine schwere Entscheidung und sie war mit viel Enttäuschung verbunden. Ich weiß noch, wie ich kurz nach der Entscheidung in unserem Häuschen in Frankreich saß und noch sehr damit zu kämpfen hatte. Trotzdem habe ich weiterhin an mich geglaubt und positiv in die Zukunft geblickt. Dass genau ein Jahr später, ebenfalls in Frankreich, die Anfrage für DAS perfekte Buch (in meinem Wunschverlag) kam, ist für mich bis heute nicht nur ein kleines, sondern ein großes Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, auf sein Bauchgefühl zu hören. Und ein Zeichen dafür, dass sich immer eine neue (viel bessere) Tür öffnet, wenn sich eine andere schließt. Manchmal dauert es vielleicht ein bisschen länger, aber die neue Tür kommt.

Was dich in meinem Buch erwartet

In meinem Buch Handlettering mit dem Brush Pen* findest du zu Beginn ein paar wichtige Grundlagen (welche Brush Pens eigenen sich für Anfänger und Fortgeschrittene? Welches Papier brauchst du?) und Basic Übungen (Übungen für die richtige Stifthaltung und den Umgang mit dem Brush Pen). Außerdem findest du unterschiedliche Alphabete zur Inspiration (mit Erklärungen dazu, wie du diese selbst umsetzen kannst, inklusive dem beliebten Bounce Lettering ;) sowie Tipps für die Spruchgestaltung. Im nächsten Teil zeige ich dir unterschiedliche Effekte (Schattierungen und Farbverläufe), die du mit Brush Pens umsetzen kannst. Im letzten Teil gibt es noch 11 Projekte mit Schritt-für-Schritt Anleitung, die du selbst ganz einfach mit dem Brush Pen umsetzen kannst. Hier ein kleiner Blick ins Inhaltsverzeichnis:

Handlettering Buch Handlettering mit dem Brush Pen

Das Buch ist seit dem 16.04. überall im Handel erhältlich! Hier kannst du es unter anderem online bestellen*.

Falls du mein Buch kaufen solltest oder es bereits hast, würde ich mich riesig freuen, wenn du das mit mir teilst – gerne auch deine ersten Ergebnisse oder Projekte, die du damit umsetzt. Tagge mich dafür einfach auf Instagram und nutze den Hashtag #rosyandgreylettering, damit ich alles mitbekomme.

Ich hoffe, dir hat dieser kleine Einblick hinter die Kulissen der Produktion gefallen. Hast du noch Fragen? Schreib sie einfach in die Kommentare :)

*Das ist ein Affiliate-Link. Wenn du mein Buch über diesen Link bestellst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Du zahlst aber den gleichen Preis, wie sonst auch, also für dich kein Unterschied, außer, dass du mich unterstützt :)

3 Gründe, warum du noch nicht richtig letterst

„Das sieht alles so toll aus, ich will das auch können, aber bei mir klappt das sicher nie!“ Diesen Satz habe ich in den letzten Jahren so oft gehört und doch bewegt es mich immer noch jedes einzelne Mal, weil so viel Falsches darin liegt! Da es mein größter Wunsch ist, so viele Menschen wie möglich mit meiner Leidenschaft für Lettering anzustecken, analysiere ich natürlich immer gerne, was viele von euch daran hindert, endlich loszulegen. Heute möchte ich die drei häufigsten Gründe mit dir teilen und dir erklären, warum sie absolut unbegründet sind!

1. Du denkst, du müsstest für Lettering begabt sein

Denkst du manchmal, dass hinter all den schönen Lettering Kunstwerken, die dir im Netz begegnen, einfach talentierte Menschen stehen? Dass dir die Begabung fehlt, du keine schöne Handschrift hast und deswegen Lettering nie lernen wirst? Das ist ein völliges Irrtum! Denn erstens hat Lettering wenig mit Schreiben zu tun und zweitens noch weniger mit Begabung. Wichtig ist beim Lettering, die richtigen Tipps & Tricks zu kennen und an den richtigen Stellen zu „schrauben“. Damit kann JEDER – auch Du – Lettering lernen.

2. Du denkst, es dauert EWIG, bis du es wirklich kannst – und dafür hast du keine Zeit

„Ich habe einfach keine Zeit“ – der Satz, den ich am alleröftesten höre. Dazu kann ich nur sagen: Die Zeit musst du dir nehmen! Wie für alles andere auf der Welt auch, musst du dir für Lettering bewusst Zeit nehmen, denn es wird niemals der Tag kommen, an dem dir jemand einfach so ein paar zusätzliche Stunden zur freien Verfügung schenkt ;) Zu der Befürchtung, es würde ewig dauern, Lettering zu lernen, kann ich dich allerdings beruhigen: Auch hier wieder kommt es nur darauf an, wie du das Thema angehst. Wenn du dir alles selbst erarbeitest und zusammensuchst, die Infos erstmal aus allen möglichen Quellen recherchierst und nach und nach deine ersten Versuche wagst, wird das wahrscheinlich lange dauern. Daran ist auch nichts verkehrt, nur es dauert eben. Wenn du aber von Anfang an „richtig“ startest und zum Beispiel in einen Workshop oder Online Kurs investierst, kannst du dir ordentlich viel Zeit sparen! Und dann liegt es nur noch an dir, das Üben und Kreativsein regelmäßig und in kleinen Häppchen in deinen Alltag zu integrieren. Das wird dir übrigens unglaublich gut tun!

3. Du weißt einfach nicht, WIE du starten sollst

Szenario Nummer drei lautet wie folgt: Du traust dir das Lettern zwar zu und bist auch bereit, ein bisschen Zeit dafür zu investieren, allerdings weißt du einfach nicht, WIE du anfangen sollst. Welche Stifte brauchst du? Was brauchst du nicht? Welche Übungen eignen sich für den Einstieg? Diese Ratlosigkeit kann ich gut nachvollziehen, schließlich kommen gefühlt täglich neue Stifte auf den Markt und die Informationsquellen zum Thema häufen sich – ehrlich gesagt auch die mit falschen oder nicht hilfreichen Inhalten. Diese Hürde beschäftigt mich schon lange und ich möchte sie dir heute nehmen! Aus diesem Grund habe ich meinen kostenlosen Lettering Crashkurs ins Leben gerufen, in dem du lernst, wie du ganz einfach mit Lettering startest. Wenn du dich anmeldest, bekommst du vom 1. bis 5. April jeden Tag eine wichtige Videolektion und eine Checkliste oder Übungsblatt per Mail zugeschickt.

Inhalte vom Lettering Crashkurs sind:

  • die richtige Materialwahl
  • was du überhaupt über Lettering wissen musst, bevor du startest
  • Welches Prinzip hinter Brush Lettering steckt
  • Wie du Brushpen richtig hältst und welche Übungen sich für den Anfang eignen

Willst du jetzt lernen, wie du richtig mit Lettering starten kannst? Dann melde dich unbedingt noch bis diesen Sonntag (31.03.2019) zum Lettering Crashkurs an – denn nächsten Montag geht es schon los!

Im Laufe der Woche stelle ich dir dann übrigens auch meinen Lettering Bootcamp Online Kurs vor, in dem du Lettering ein für alle Mal richtig lernst – von A bis Z! Solltest du dich auch dafür interessieren, trage dich unbedingt schonmal in die Warteliste ein!

Ich freue mich riesig, wenn du Lust hast, deine Reise zum Lettering Künstler mit mir anzutreten! Bis dahin: Hab eine schöne und kreative Restwoche!

Warum wir manchmal stärker sind, als wir denken.

Ich habe es mir ab und zu schon vorgestellt. Weil ich schon lange weiß, dass dieser Moment irgendwann kommen wird. In meinem Kopf war es immer so, dass ich irgendwo stehe, zum Beispiel an der Supermarkt Kasse und plötzlich das Telefon klingelt. Dass ich dann schreie und am Boden zusammenbreche. Ab da habe ich meistens aufgehört daran zu denken und die Vorstellung wieder verdrängt, weil es zu schmerzhaft war. Ich dachte, ich würde es niemals überleben, meinen Papa zu verlieren. Ich dachte, die Welt würde aufhören, sich zu drehen und ich würde für immer in ein schwarzes Loch fallen. Und doch sitze ich nun hier und tippe diese Zeilen.

Es war Sonntag Morgen, als der Anruf meiner Mama kam. Mein Papa ist auf der Intensivstation, unbewusst. Meine Schwester und ich müssen sofort von Wien nach München kommen. Es ist unsicher, ob wir uns überhaupt noch von ihm verabschieden können. Das Gefühl, das sich in dem Moment in mir breitmacht, lässt sich nicht in Worte fassen. Es ist, als würde plötzlich alles komplett in mir zusammenbrechen. Ich krümme mich, halte meinen Bauch, verdrücke das Schreien, weil ich telefonieren und klar denken muss. Auf das Telefonat folgt eine Achterbahn zwischen völliger Verzweiflung, einem unaushaltbaren Schmerz im Herzen, dem Gefühl, ohnmächtig zu werden – und einer Art Schockstarre, in der ich wie fremdgesteuert denke, handle, Entscheidungen treffe. Es ist einerseits wie die schlimmste Folter – andererseits habe ich in diesem Moment das erste Mal das Gefühl, dass ich es überwinden kann. Es ist wie als würde der Körper einen Schutzmechanismus auslösen, damit man überlebt und klar handeln kann. Ich fühle mich zugleich machtlos und als könnte ich alles in der Welt überleben.

Die folgenden ein einhalb Wochen, die wir noch mit ihm haben, sind die härtesten und zugleich die intensivsten und liebegefülltesten Wochen, an die ich mich in meinem Leben erinnern kann. Jeder Tag ist anders und die Gefühle schwanken stark. An manchen Tagen fühlt es sich an, als hätte ich einen unsichtbaren Schutzmantel um mich gelegt. Plötzlich bin ich emotional ganz distanziert von allen Geschehnissen und es kommen mir rationale Gedanken: Jeder macht irgendwann die Erfahrung, ein Elternteil zu verlieren. Es gibt auch ein Leben danach und irgendwann wird alles gut. Ich sehe dann alles wie aus der Entfernung. Und dann plötzlich überkommt mich wieder die volle Ladung an Verzweiflung. Eine unfassbare Leere, wenn ich daran denke, was alles nach seinem Abschied auf uns zukommt. Eine unfassbare Machtlosigkeit dem gegenüber, was passiert. Eine Verzweiflung vor der Ungerechtigkeit und vor dem Unaufhaltbaren.

Und doch: Als es passiert, leben wir weiter.

Jeder wie er kann.

Mit Aufs und Abs.

Aber – es geht weiter.

Heute, mit etwas Abstand, weiß ich, dass es insbesondere drei Dinge sind, die mich durch die letzten sechs Wochen getragen haben – und es auch weiter tun werden. Zum einen ist es Vertrauen. Vertrauen ins Leben. Vertrauen darin, dass alles so wird, wie es sein soll und wie es gut ist. Vertrauen in uns selbst, dass wir alles überwinden können. Zum anderen ist es Liebe. Liebe von allen um uns herum, die uns durch die Zeit hindurch helfen. Die Liebe von dem Menschen, den wir verlieren mussten, denn die Liebe ist das, was für immer bleibt. Zuletzt ist es unsere innere Kraft. Eine Kraft, von der wir nie gedacht hätten, dass wir sie besitzen. Aber die irgendwie da ist und uns trägt.

Foto: Lichterstaub Fotografie

Dankeskarte mit Botanical Illustration

Es ist soweit! Endlich finde ich wieder die Zeit und Energie, ein kreatives Tutorial mit euch zu teilen! Vielleicht habt ihr es über Instagram mitbekommen, mein Start in das neue Jahr war extrem herausfordernd und von einem großen Schicksalsschlag geprägt. Ich werde dazu auch sicherlich in den kommenden Wochen noch einen persönlichen Blogpost schreiben. Meine beste Therapie in dieser Zeit ist allerdings meine kreative Arbeit, die ich liebe. Deshalb gliedere ich mich nach und nach langsam wieder in meine alltäglichen Aufgaben ein! Ich freue mich riesig, dass ich heute das Tutorial für diese Dankeskarte mit Botanical Illustration mit euch teilen kann!

Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Es gibt immer einen Grund, Danke zu sagen! Wie wäre es also mit einem selbst gestalteten Gruß an deine Liebsten – oder auch an Dich selbst? Ich teile heute Schritt für Schritt mit dir, wie du eine Dankeskarte mit Botanical Illustration ganz einfach selbst zaubern kannst. Am Ende des Blogposts findest du die ganze Anleitung auch als Video!

Material:

  • Aquarellpapier (hier: Canson Montval Aquarellpapier)
  • Wasserbasierte Brushpens (hier: Karin Brushmarker Pro)
  • Wassertankpinsel (hier: Aquash Brushpen von Pentel)
  • Bleistift und Radiergummi
  • Wasserfeste Fineliner in 0.1 und 0.2 mm (hier: Pigment Liner von Staedtler)
  • Klarsichtfolie (als Palette)
Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Schritt 1: Mit dem Bleistift die Blüten und Blätter vorzeichnen. Dabei darauf achten, dass du mit dem Bleistift nicht zu fest aufdrückst, damit keine Druckspuren auf dem Papier entstehen.

Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Schritt 2: Die Vorzeichnungen mit dem Fineliner (0.1) nachzeichnen und gegebenenfalls Details (wie Riffelungen) hinzufügen.

Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Schritt 3: Die Vorzeichnungen wegradieren, bevor du mit der Farbe über die Illustration gehst. Hinterher sind Vorzeichnungen schwieriger zu entfernen!

Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Schritt 5: Die Brushpen Farben auf der Palette auftragen. Mit dem Wassertankpinsel die Farbe aufnehmen und auf die Illustration auftragen.

Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Schritt 6: Mit dem Fineliner (0.2 mm) einen filigranen Schriftzug unter die Illustration setzen. Dabei die Buchstaben besonders klein und die Konnektoren (Verbindungen zwischen den Buchstaben) besonders lang halten.

Dankeskarte mit Botanical Illustration gestalten

Du möchtest alle Schritte nochmal ganz genau verfolgen? Dann sieh dir gerne mein Video dazu an! Übrigens, ich freue mich riesig, wenn du mich auf YouTube abonnierst, um kein neues Video mehr zu verpassen!

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Nachmachen und freue mich wie immer, wenn du dein Ergebnis mit mir und der Community auf Instagram mit dem Hashtag #rosyandgreylettering teilst!

Meine 5 absoluten Highlights in 2018

Was für ein Jahr! Es ist so unglaublich viel passiert, dass ich teilweise selbst davon überrannt war und das Gefühl hatte, ich habe gar keine Zeit, das alles zu verarbeiten. Umso wichtiger war es mir, mich jetzt zum Ende des Jahres in Ruhe hinzusetzen und mein Jahr 2018 einmal Revue passieren zu lassen. Nicht nur privat, sondern auch mit Rosy & Grey. Also habe ich mir mal meinen Kalender gegriffen, bin alle Wochen nochmal durchgegangen und bin aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. So viele wunderbare Aufträge, Eindrücke, Projekte. Meine absoluten Highlights aus 2018 habe ich für euch noch einmal zusammengefasst!

Handlettering Workshop Weihnachten Starbucks

1. Die aufregendsten Workshops

Keinen einzigen Monat ohne Lettering Workshops gab es dieses Jahr bei mir! Ich wollte eigentlich mal alle zusammenzählen und ausrechnen, wie viele Stunden ich damit verbracht habe. Aber es war einfach zu viel und ich bin drei Mal durcheinander gekommen, sodass ich aufgegeben habe. Ich sag es mal so: Es waren VIELE! Meine drei Highlight Workshops waren zum einen der Blogger-Workshop mit Staedtler auf dem Garden & Home Blog Award im Juni, der Blogger-Workshop für MyPoster im Juli sowie der Christmas Lettering Workshop bei Starbucks Anfang Dezember. Alle drei waren wirklich tolle Erfahrungen und haben unendlich viel Spaß gemacht.

Handlettering Workshop für Anfänger GHBA Staedtler
Lettering Workshop auf dem Garden & Home Blog Award
Handlettering Workshop Blogger MyPoster
Blogger Lettering Workshop bei MyPoster
Handlettering Workshop München Starbucks
Lettering Workshop bei Starbucks

2. Mucbook Blogger-Award gewonnen

Am 21. April fand die Mucbook Blogger Award Verleihung statt. Ich wusste zwar schon, dass ich für den besten Münchner DIY-Blog nominiert war, aber ob ich wirklich gewinnen würde, entschied sich erst am Abend selbst. Als alle nominierten Blogs vorgestellt wurden, wurde ich dann doch etwas nervös. Umso größer war die Freude, als mein Blog Rosy & Grey als Gewinner der Kategorie aufgerufen wurde! Was mich am allermeisten freute, war die Aussage, dass der Blog neben den kreativen Ideen vor allem wegen seiner Persönlichkeit ausgewählt wurde. Denn genau das ist mir das allerwichtigste an meinem Blog, dass er persönlich und authentisch ist!

DIY Blog München 1. Platz

3. Meine ersten Vorträge zum Thema Selbstständigkeit

Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, dass ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe. Die Geschichte dazu hatte ich euch ja schon hier berichtet. Umso stolzer war ich, dass ich bereits auf zwei tollen Events über mein Unternehmen sprechen durfte! Beim Digital Passion Jungle Event von Eviom durfte ich von meinem Weg vom Blogger zum Unternehmer berichten. Beim Lotti lädt ein Abend im Café Lotti habe ich meine Learnings aus dem ersten Jahr Selbstständigkeit weitergegeben. Es war richtig schön, meine Erfahrungen und mein Wissen mit anderen zu teilen, die sich überlegen, sich selbstständig zu machen. Für 2019 ist vielleicht auch noch mehr in diese Richtung geplant, da es mich total erfüllt hat!

Vortrag beim Digital Passion Jungle
Vortrag im Café Lotti

4. Mein Lettering Online Kurs Launch

Eins der größten Projekte des Jahres: Nicht nur vom Arbeitsaufwand her, sondern auch von meiner persönlichen Weiterentwicklung. Ich habe beim Launch meines ersten Online Kurses unglaublich viel gelernt, auch über mich selbst. Und abgesehen davon, dass es abartig viel Arbeit war, war es das, was mir in dem Jahr am allermeisten Freude bereitet hat. Zu sehen, wie meine Idee endlich umgesetzt aussah und wie sie vor allem so mega gut bei euch ankam – das war das absolute Highlight in 2018!!

Handlettering Online Kurs

5. Mein erstes eigenes Buch kommt!

Die absolute Krönung meines Jahres war dann, als im August die Anfrage vom EMF Verlag kam, ob ich nicht Lust hätte, ein Buch zum Thema Brush Lettering zu schreiben. Brush Lettering? Mein absolutes Lieblings- und Expertenthema? Na klar wollte ich das! Ein eigenes Buch zu schreiben ist schon lange ein Traum von mir. Dieser erfüllt sich nun, obwohl es sich immernoch nicht so ganz real anfühlt. Übrigens: Das Buch erscheint im April! HIER kannst du es schon vorbestellen, wenn du möchtest.

Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht und was in einem Jahr alles möglich ist! Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an das nächste Jahr denke und an alle neuen Chancen & Möglichkeiten, das es mit sich bringt! Auf ein noch verrückteres 2019! Und DANKE, dass ihr ein Teil davon seid und mich auf diesem Weg begleitet. Das bedeutet mir unfassbar viel.

Copyright © 2019 · Rosy & Grey